Di, 28. April 2015

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12.00 Uhr

Albert Kitzler

Wie lebe ich ein gutes Leben?
Philosophie für Praktiker

Ab dem 25.04., dem zweiten Festivaltag, tägliche philosophische Gesprächsrunde zu wechselnden Themen der praktischen Lebensführung wie Sammlung, Mitmenschlichkeit, Schicksal, Harmonie, Hybris, Kairos. Der Autor liest das entsprechende Kapitel aus seinem Buch vor, anschließend gibt es einen Austausch mit den Zuhörern. Philosophisches Vorwissen ist nicht erforderlich. Es geht um unser Leben – da kann jeder mitsprechen!

Albert Kitzler

Albert Kitzler

Albert Kitzler, geb. 1955, promovierter Jurist und Philosoph, arbeitete viele Jahre erfolgreich als Rechtsanwalt und Filmproduzent, bevor er im Jahre 2011 „MASS UND MITTE – Schule für antike Lebensphilosophie“ gründete. Die Schule hat sich das Studium und die Verbreitung des philosophischen Weisheitswissens der Antike in Ost und West zur Verbesserung der Lebensqualität zum Ziel gesetzt. Sie veranstaltet philosophische Vorträge, Coachings, Matineen, Seminare, Urlaube und veröffentlicht täglich im Internet ausgewählte Weisheiten, die Kitzler im Hinblick auf unsere Lebensführung erläutert und interpretiert. 2014 erschien sein erstes Buch „Wie lebe ich ein gutes Leben? – Philosophie für Praktiker“ (jetzt in 4. Aufl.). Im Herbst 2015 erscheint „Philosophie to go. Worte der Weisheit für jede Lebenslage“, im Frühjahr 2016 „Sich gesund denken. Philosophie als Kraftquelle“.
www.massundmitte.de

Termin

Di, 28.4.2015, 12:00 Uhr

Ort: Thirsty Moon | Karte
Eintritt frei

18.00 Uhr

Marie Meimberg

Digitaler Salon

Der Digitale Salon ist ein Raum für moderne Poesie und für Geschichten aus dem Netz. Eingerichtet, kurartiert und eröffnet wird er von Marie Meimberg. Sie ist Berlins wohl bekannteste digitale Bastlerin, die virtuos mit Youtube, Klebstoff und Tastatur jongliert. Mit „Ich bin awesome #nichtschön“ rief sie eine viel beachtete Youtube-Aktion ins Leben, bei der Vloggerinnen darauf hinweisen, zwar sehr unterschiedlichen „Stuff“ anzustellen und zu veröffentlichen, jedoch als Reaktion hauptsächlich lediglich zu hören bekommen, wie schön sie seien. Im Digitalen Salon wird sie Wortkünstlerinnen und –künstler aus dem Netz virtuelle Bühnen bauen, Tweets rahmen, neue Poetinnen erzählen lassen und so einiges mehr.

Hier geht’s in den Digitalen Salon.

 

Marie Meimberg

Marie Meimberg

Marie Meimberg singt, schreibt, spricht, malt, kocht, näht. Und manchmal auch nicht. Dann produziert sie. Und macht Dinge möglich. Oder sitzt auf einem Webvideo-Regie-Klappstuhl. Und, nein, festlegen lassen will sie sich nicht. Weil im Dazwischen der geile Scheiß passiert, wie sie findet.

Termin

Ab Di, 28.4.2015

Ort: virtueller Showroom | nähere Angaben folgen

19.30 Uhr

Szenische Lesung
Christian Stahl und Murat Topal

In den Gangs von Neukölln. Das Leben des Yehya E.

Moderation: Ferda Ataman

Die Wut bewirkt Yehyas Sucht. Die Kriminalität seine Droge. Was er braucht, ist Entzug. Aber in den Gangs von Neukölln sind alle auf dieser Droge.
Mit dreiundzwanzig hat Yehya E., Sohn palästinensischer Flüchtlinge, eine eindrucksvolle Karriere hinter sich: die erste Straftat mit sieben, Einser-Schüler und Tyrann an der Rütli-Schule, mit fünfzehn Boss von der Sonnenallee. Drei Jahre Gefängnis, dann Vorzeige-Aussteiger aus der kriminellen Szene, Streitschlichter in Neukölln, Liebling der Politiker. Er scheint es geschafft zu haben. Plötzlich der Rückschlag. Wer hat versagt?

Schonungslos und kritisch erzählt Christian Stahl von einer steilen kriminellen Karriere und dem schwierigen Weg des Ausstiegs, der jederzeit scheitern kann. Ein intimer Bericht über das kriminelle Leben in der parallelen Welt von Neukölln jenseits der Klischees des deutschen Boulevards.

„Sachbuch des Jahres“
FAS

„Was ihm die deutsche Gesellschaft versagt, holt sich Yehya auf dem Asphalt, wo es die Illusion des Aufstiegs gibt.“
DIE ZEIT

„Ein phantastisches Buch. Warum Yehya wieder im Gefängnis sitzt, müssen Sie selber lesen, wie Sie das Buch überhaupt lesen sollten.“
Antonia Baum, FAS

Christian Stahl

Christian Stahl

Christian Stahl, geboren 1970 in Köln, ist gelernter Journalist, studierte Literaturwissenschaft und Geschichte und arbeitete viele Jahre beim Radio und Fernsehen. 2005 gründete er eine Agentur für Kommunikation. Christian Stahl dreht Filme, coacht, lehrt andere, ihre Geschichten zu erzählen, und erzählt selbst.

Murat Topal

Murat Topal

Murat Topal, geboren 1975, deutsch-türkische Wurzeln, in Neukölln geboren und immer noch wohnhaft. Er war zehn Jahre lang Polizist in Kreuzberg, bevor er sein Comedy-Talent zum Beruf machte und seit nun zehn Jahren mit unterschiedlichen Solo-Shows erfolgreich quer durch Deutschland tourt.

Ferda Ataman

Ferda Ataman

Ferda Ataman, 35, Absolventin der Berliner Journalistenschule und Politikwissenschaftlerin. Lebt in Berlin und leitet den Mediendienst Integration, ein Informationsdienst für Journalisten zu den Themen Migration, Integration und Asyl. Ataman ist außerdem Mitbegründerin der Neuen deutschen Medienmacher, einer Initiative für mehr Vielfalt in den Medien.

Termin

Di, 28.4.2015, 19:30 Uhr

Ort: Kapitel 21 | Karte
Abendkasse: 9 €
Vorverkauf: 8 €
ermäßigt: 6 €

Reservierung

20.00 Uhr

SPEAK!BERLIN

Drei Jahre
Hate Poetry

Oliver Lehmann im Gespräch mit Ebru Taşdemir und Yassin Musharbash über drei Jahre Hate Poetry.

Seit 2012 treten Ebru Taşdemir und Yassin Musharbash zusammen mit anderen Journalisten und Autoren im Rahmen der „antirassistischen Leseshow“ Hate Poetry auf, bei denen sie im Stile eines Poetry Slams rassistische Leserbriefe vorlesen. „Selten war Rassismus so unterhaltsam“, urteilte darüber die Welt, während die taz von einer „karthartischen Lesung“ sprach. In einem Beitrag für 3sat sagte Musharbash: „Das zeigt sich bei allen Briefen, die alle von uns bekommen: Dass es einfach Leute gibt, die damit nicht klarkommen, dass jemand, der einen nicht bio-deutschen Namen hat, in einer deutschen Zeitung schreiben darf. Das ist für viele offenbar ein unvorstellbarer Skandal.“
Hate Poetry tourt seit inzwischen drei Jahren immer erfolgreicher durch Deutschland.
Wie hat sich das Format entwickelt, was für Reaktionen bekommen die Macher und wie lässt sich der Erfolg erklären? Stellvertretend für das gesamte Hate-Poetry-Team ziehen Taşdemir und Musharbash auf dem READ!BERLIN FESTIVAL eine Zwischenbilanz.

Ebru Taşdemir

Ebru Taşdemir

Ebru Taşdemir, 1973 geboren, freie Journalistin, studierte Publizistik und Turkologie an der FU Berlin und ist unter anderem die Erfinderin von „Hate Poetry“.

Yassin Musharbash

Yassin Musharbash

Yassin Musharbash, geboren 1975, hat deutsche und jordanische Vorfahren. Während des Studiums der Arabistik und Politologie begann er als Journalist zu arbeiten, u.a. für taz und Jordan Times. Als Redakteur bei Spiegel Online hat er sich vor allem mit Terrorismus, aber auch mit den aktuellen Umwälzungen in der arabischen Welt befasst. Heute arbeitet er im Investigativ-Ressort der Zeit. 2006 erschien sein Buch »Die neue Al-Qaida. Innenansichten eines lernenden Terrornetzwerks«.

Termin

Di, 28.4.2015, 20:00 Uhr

Ort: Village Voice | Karte
Eintritt frei

20.00 Uhr

Literarisches Berlin
Sarah Schmidts

Eine Tonne für
Frau Scholz

Nina Krone wohnt im letzten unsanierten Mietshaus der Gegend. Hier wird noch mit Kohle geheizt. Keiner der Nachbarn ist unter 50 Jahre alt. Ihre Nachbarin, Frau Scholz, trägt das Leid der Welt vor sich her. Das kann Nina eines Tages nicht mehr ertragen. Um Frau Scholz’ demonstratives Schnaufen beim Kohleschleppen nicht mehr mit ansehen zu müssen, beginnt Nina damit, ihr jeden Tag einen Eimer Briketts vor die Tür zu stellen. Obwohl das ihrer Nachbarin zunächst gar nicht gefällt, kommen sie erst mal ins Gespräch…

Auch Nina hat ihr Päckchen zu tragen: Ihre Arbeit frustriert sie, ihr Chef wird immer seltsamer und ihre Freunde, tja, da gibt es nicht viele. Sie steckt in einer Sinnkrise, und zu allem Überfluss konfrontiert ihr Sohn Rafi sie mit der Nachricht, dass er und sein Freund zusammen mit einem lesbischen Pärchen ein Kind bekommen möchten. Ihre Tochter Ella wiederum wirkt so diszipliniert und nur auf ihr berufliches Fortkommen fixiert, geradezu unheimlich …

Sarah Schmidts Roman erzählt von einer Freundschaft zwischen den Generationen und von einer Familie, die aus den Fugen gerät. Ihre lebensnahen Schilderungen und Dialoge sind voller Komik und doch ganz ernst.

Ich habe für diese Buchmesse gute 2000 Seiten gelesen, aber keine so geliebt wie diese 200 von “Eine Tonne für Frau Scholz.“
Joachim Scholl / Deutschlandradio Kultur 2014

Sarah Schmidt

Sarah Schmidt

Sarah Schmidt wurde 1965 in Dinslaken am Niederrhein geboren und zog 1976 mit der Familie nach Westberlin. Über viele Jahre hinweg war sie die einzige Frau auf Berlins Lesebühnen. 2003 erhielt sie ein Autorenstipendium im Rowohlt-Ledig House, New York. Sie veröffentlicht regelmäßig Texte in Anthologien und Zeitschriften. Sarah Schmidt hat im Verbrecher Verlag bisher die Bücher „Dann machen wir´s uns eben selber“ (Roman), „Bad Dates“ (Erzählungen), „Bitte nicht freundlich“ (Erzählungen) und zuletzt 2014 den Roman „Eine Tonne für Frau Scholz“ veröffentlicht.

Termin

Di, 28.4.2015, 20:00 Uhr

Ort: Tucholsky Buchhandlung | Karte
Abendkasse: 9 €
Vorverkauf: 8 €
ermäßigt: 6 €

Reservierung

Digital

Albert Kitzler

Philosophie to go.
Worte der Weisheit
für den Tag

Seit mehr als vier Jahren veröffentlicht der Berliner Philosoph Albert Kitzler täglich online „Worte der Weisheit“ – kurze prägnante Texte aus unterschiedlichen Kulturkreisen sowie verschiedenen Epochen der Philosophie – und erläutert diese im Hinblick auf ihre Bedeutung für unsere Lebensführung.


 

Linda Rachel

Die 7 Todsünden und Berlin

Zynisch, nachdenklich und nicht selten auch liebevoll, so schreibt die Texterin und Autorin Linda Rachel über das Leben in ihrer Wahlheimat Berlin. Mit „Superbia – Berlin kommt vor dem Fall“ widmet sie sich den Sieben Todsünden. Rachel verarbeitet sie jeweils in einer Kurzgeschichte – mit Berlin als Kulisse. In sieben Videos liest die Autorin sie persönlich vor. An jedem Festivaltag geht eine neue Sünde online.

Albert Kitzler

Albert Kitzler

Albert Kitzler, geb. 1955, promovierter Jurist und Philosoph, arbeitete viele Jahre erfolgreich als Rechtsanwalt und Filmproduzent, bevor er im Jahre 2011 „MASS UND MITTE – Schule für antike Lebensphilosophie“ gründete.

Die Schule hat sich das Studium und die Verbreitung des philosophischen Weisheitswissens der Antike in Ost und West zur Verbesserung der Lebensqualität zum Ziel gesetzt. Sie veranstaltet philosophische Vorträge, Coachings, Matineen, Seminare, Urlaube und veröffentlicht täglich im Internet ausgewählte Weisheiten, die Kitzler im Hinblick auf unsere Lebensführung erläutert und interpretiert. 2014 erschien sein erstes Buch „Wie lebe ich ein gutes Leben? – Philosophie für Praktiker“ (jetzt in 4. Aufl.). Im Herbst 2015 erscheint „Philosophie to go. Worte der Weisheit für jede Lebenslage“, im Frühjahr 2016 „Sich gesund denken. Philosophie als Kraftquelle“.

Linda Rachel

Linda Rachel

Die Kölnerin Linda Rachel, Jahrgang 1984, hat Marketingkommunikation studiert und lebt seit sechs Jahren in Berlin.

Termin

vom 24. bis 30.4.2015, täglich
Ort: online, auf der Website des Festivals

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